Bei dem Versuch die Insel auf "kleinsten Straßen" von West nach Ost zu queren befahre ich eine gut asphaltierte, kerzengerade Straße. In der Ferne, wo Bäume am Straßenrand beginnen, sehe ich paar Enduro-Fahrer am Straßenrand. Denk mir nichts, fahre etwa 100... vielleicht etwas mehr... Bäume und parkende Enduros kommen näher... Bäume werfen Schatten auf die Straße... im Kopf immer noch Stille... Schatten verbirgt, daß genau da der Asphalt endet.... und das ein Schlagloch vor mir ist, in dem ein 40-Tonner in einem Zug wenden kann.
Ich bremse kurz, solange ich noch Asphalt unter den Rädern habe... und komme womöglich in den zweistelligen Geschwindigkeitsbereich... löse die Bremse, um mich nicht auf losem Untergrund vor all den Zuschauen episch auf die Fresse zu legen und jage vor den mehr oder minder irritierten Blicken eines Dutzends Enduristen durch die Bodenwelle, als hätte ich den Verstand verloren. Gabel und Hinterrad schlagen voll durch, gefühlt hebt es mich n Meter aus dem Sattel, aber ich fahre tatsächlich weiter und rolle noch gut 400m um die nächste Ecke, bevor ich umdrehe und an dem verdutzten Plenum vorbeirolle, als wäre nichts gewesen.
50 km später stelle ich erst fest, daß die Maschine das nicht völlig unbeschadet überstanden hat. Mehrere Verkleidungshalter sind gebrochen. Feldinstandsetzung ist angesagt...
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