Um/Aufbauvideo sehenswert. Dazu hab ich auch Fragen an Euch

  • Hallo Forum,


    kennt Ihr das Video schon?



    Absolut sehenswert finde ich und gleichzeitig Inspirationsquelle für mich. Meine hat ja bei Hochwasser "etwas" gelitten, weshalb ich über eine komplette Frischzellenkur nachdenke.

    Zunächst stehen die technischen Dinge an. Bei der Gelegenheit überlege ich auch ob direkt die Bremsanlage optimiert werden könnte. Habt Ihr Eintragungsfähige Lösungen für mich?

    Federbein und Gabelfedern hab ich schon gemacht. Die Vergaser haben ein Dynojet Kit bekommen, kürzere Übersetzung hat sie auch schon.

    Was noch ansteht ist die Sitzbank neu polstern.

    Die VTR soll für 90% Landstraße und 10% Renntraining (just for fun, ohne jede Ambition) optimiert werden. Was sollte ich mir am besten noch dazu vornehmen?

    Optisch habe ich auch einiges vor. Evtl sogar Lackierarbeiten falls ich Rahmen und Verkleidung nicht mehr anders hinbekommen kann.

    Wenn ich die Tage wieder mein Motorrad bin, mache ich mal Bilder vom Zustand und frage dann nach Lösungsvorschlägen...

    Bis dahin viel Spaß mit dem Video!

  • Zu einem der Themen hätte ich was zum Nachlesen. Da kannst Du in Ruhe schauen, was dich bzgl Sitzbank erwartet und dann entscheiden, ob Du selber anfängst, oder es machen lässt.


    Sitzbank neu Polstern zwecks Komfort ?


    Bzgl der Bremse wirken "ordentlich sauber machen" (bzw Zangen überholen lassen) zusammen mit den richtigen, neuen Belägen und weglassen der Bleche hinter den Belägen schon Wunder.

    (Die Bleche sorgen lediglich für gleichmäßigen Verschleiß, verschlechtern aber den Druckpunkt).


    Mein Favorit, die TRW/Lucas SRQ Bremsbeläge, haben allerdings keine KBA Zulassung. Es gibt aber auch Beläge mit TÜV, die Foren Member empfehlen würden.

  • Mein Favorit, die TRW/Lucas SRQ Bremsbeläge, haben allerdings keine KBA Zulassung. Es gibt aber auch Beläge mit TÜV, die Foren Member empfehlen würden.


    Die Lucas Beläge verursachen aber einen horrenden Verschleiß der Bremsscheiben. Statt immer irgendwelchen neuen Kram einzubauen, würde ich mal die originalen Bremsen auf Auslieferungszustand bringen, d.h. komplette Demonage der Bremszangen, ordentlich saubermachen, neue Dichtungssatz für Vorder-/Hinterbremsen , neue Gleistifte für die Beläge (wichtig!). Die Bremszylinder polieren und ggf. schleifen, bis Sie butterweich in die Bremszangen rutschen. Die VTR Bremsen sind, wenn sie denn mal ordentlich gepflegt sind, sehr gut. Irgendwelchen anderen Kram dranmachen und dann teuer eintragen lassen ist einfach nur Geldverschwendung. Wenn ihr mir nicht glaubt, dann fragt den Tom Danner danach, der bietet Bremsenüberholung an.


    Meistens sind Bremsen schlecht, weil sie verdreckt sind und die Gleitstifte rosten und die Beläge nicht mehr plan aufliegen (s. Bild im Anhang) . Das macht jede Bremse unbrauchbar und sorgt für episch schlechte Bremsleistung und Rekordverschleiß. Das kann man problemlosgut bei der Hinterbremse sehen.


    Hinsichtlich der Beläge passiert ein riesen Beschiss in Europa. Beläge von Lucas, Brembo, SBS, AC-Racing und der ganze Noname-Kram, alles dieselbe schlechte Qualität - das wird alles bei SBS gefertigt. Das ist Altmetallbrühe mit Kleber, die in Rekordzeit die Bremsscheiben verschleißt. Ihr könnt es (auch) am Bremsbild auf den Scheiben erkennen. Da sind Späne von Metallegierungen, die da definitiv nicht reingehören. Beläge von Galfer oder Ferodo kann man noch nutzen, ansonsten sind die japanischen Sinterbeläge der erste Wahl (teurer, aber sehr gute Bremsleistung, geringer Verschleiss der Bremsscheiben). Die halten bei mir bereits über 18.000 km bei ca. 50-60 % verbleibender Belag und sehr guter Bremsleistung. Stellt das mal ins Verhältnis zu einem Bremsenumbau und Billigbelägen, wo dann noch die Bremsscheiben für +200 EUR pro Stück erneuert werden müssen.


    Ordentlich Entlüften und dann braucht ihr auch kein andere Bremsenamatur von einer SC59 oder sonstwas. Ich ziehe meine Bremse - mit einem Finger - nur 6mm und habe dann einen sehr konkreten Druckpunkt und im Ergebnis knüppelharte Bremsleistung - und das alles mit Originalbremsen.


    Natürlich sind Keramikbeläge z.B. von Lucas auch toll, aber die haben auch zwei Nachteile. Sobald die auch nur ein bisschen nass werden, haben die null Bremswirkung, deswegen haben die auch keine Straßenzulassung. Und wenn man von Sinter auf Keramik umsteigt, sollte man auch gleich neue Bremsscheiben kaufen, da die Transferschicht bei Keramik eine ganz andere ist im Ergebnis wieder schlechter ist.


    Mit der ordentlich funktionierenden Originalbremse kann man problemlos 10 % Rennstrecke fahren.

  • Die SRQ Beläge selbst Verschleißen naturgemäß sehr schnell, was ich in Kauf nehme, da sie schon kalt fast den doppelten Reibwert organischer Beläge haben. In heiß übertreffen sie das sogar noch.

    An der VTR brauch ich immer so pro Jahr einen Satz (ca 5-8000 km).


    Der Punkt mit dem Verschleiß der Scheibe kommt bei Sinterbelägen öfter, aber den kann ich mit SRQ's überhaupt nicht nachvollziehen.

    Aus eigener Erfahrung:

    RD350, eine 320'er Scheibe, fährt seit Ende der 90'er mit der gleichen Brembo GG-Scheibe & SRQ Belägen.

    Rekord in Oschersleben: Neuer Belag war nach ca 250 km auf Null runter.


    RD350 Rennmaschine, 2 Scheiben (früher RGV250, jetzt R6), immer Vollgas mit SRQ unterwegs.

    Beläge halten ca um eine Saison (um 5 Events), Scheiben außer beim Tausch der Gabel seit 2003 noch nie erneuert.


    VTR1000:

    Seit 2015 SRQ Beläge auf Serienscheibe. Kein übermäßiger Verschleiß sichtbar.

  • Ich hab mich wohl nicht ganz klar ausgedrückt.


    Bei Sinterbelägen von Lucas, Brembo etc. ist der Verschleiß der Bremsscheiben sehr hoch. Nicht so bei Ferodo, Galfer oder Japan.


    Bei Keramikbelägen ist der Verschleiß im Vergleich zu Sinterbelägen generell niedriger, aber eben mit den genannten Nachteilen. Das nötige Warmbremsen hab ich noch vergessen. Gut für die Renne, schlecht für Verkehr.


    Insofern passen deine Beobachtungen ins Bild.

  • Bevor du immer wieder kräftig ins Horn pustest solltest du dich ggf erstmal mit der Thematik beschäftigen.

    SRQ - Sinter und nicht Keramik!


    Ich fahre auf meinen Straßen Ducatis SRQ Beläge, eine sehr gute Bremse obwohl die Komponenten nicht High-end sind.

    Meine Scheiben haben ebenfalls eine gute Haltbarkeit, ein wunderbares Verschleißbild ohne irgendwelcher Partikel auf dem Bremsring...


    Auf Rennstrecke fahre ich nach diversen Tests CRQs.


    Die Serienbremse Bremse der VTR SP ist ansich nicht schlecht, war bei mir immer top gewartet, und ja ich weiß wie das geht. Im übrigen, dass was man in die Zange steckt ist der Kolben und nicht Zylinder. ;)

    Allerdings hatte ich auf der Rennstrecke ab einem gewissen Speed trotz top gewarteter Bremse.


    Logischer Schritt - Upgrade.

    Also Monoblock Zangen und Galespeed VRC 19-19 Pumpe besorgt. Seitdem ein Traum egal wie heiß gebremst wurde.


    Zwischenzeitlich mit Carbon Bremsscheiben und den dazu frei gegebenen Sinter Belägen von Ferodo.

    Nach schlechten Erfahrungen auf neue vollschwimmende Brembo Scheiben gewechselt und neue Ferodos rein getan.

    Das ergab zwar eine gute Bremse aber nicht das schönste Bild auf dem Bremsring. Also wieder auf CRQ und siehe da, alles Bestens...


    Auf der Rennduc ebenfalls direkt beim Aufbau je neue Brembo Monoblocks, Galespeed VRC19-19 und vollschwimmende Brembo Scheiben.

    Ergänzt mit.... CRQ Belägen.


    Ergebnis wie vorher zu erwarten, eine extrem gute Bremse die problemlos von 270 auf 80 mit einem Finger und leichtem Hinterrad runterbremst, und das 20-30 am Stück...


    Die Bleche hinter den Belägen sind nicht nur für den Verschleiß, sondern auch für eine ordentliche Hinterlüftung und weniger Kontaktfläche zum Kolben - ergo weniger Hitzeeintrag in die Zange.

    Ich lasse die Bleche weg, Fräse die Kolben stirnseitig kronenförmig aus um eben Hinterlüftung und weniger Kontaktfläche zu haben und verwende dazu TiN oder DLC beschichtete Kolben.



    Wenn man nun meint das diese Upgrades nichts bringen sollte man ggf Golfen gehen.

    Honda VTR1000SP1/2

    Ducati 996 1999

    Ducati "1096" 2019

    Honda CR250R 2000

    Honda CRF450R 2023

    Pannonia 250 1958

    Maico MC 250 1982

    Moto Guzzi V7-700 1971

  • Was die F angeht, habe ich auf Bremssättel der CBR 600 RR und auf Bremspumpe der SC 57 gewechselt und kann sagen, dass sich das echt gelohnt hat. Dabei habe ich noch nicht mal viel Geld ausgegeben. Die Teile habe ich über Kleinanzeigen erworben, habe zumindest die Bremszangen überholt und alles angebaut. Es ist schon ein deutlicher Unterschied zu den Serienbremsen.

    Beam me up Scotty, there´s no intelligent life down here.


    LG, Markus

  • Bevor du immer wieder kräftig ins Horn pustest solltest du dich ggf erstmal mit der Thematik beschäftigen.

    SRQ - Sinter und nicht Keramik!

    Hab ich :)


    Ich habe zu Sinter und Keramik alles gesagt, was ich sagen wolte. Bitte genau lesen.


    Nicht durcheinanderbringen sollten wir hier, die maximale Bremsleistung und Kosten/Nutzen von Modifikationen.


    Nach deiner Beschreibung steckst du maximal Aufwand/Geld in die Bremsen. ich bezweifle nicht, dass das ordentlich was bringt, aber nicht für den Ottonormalfahrer hier im Forum, der die Leistung "deiner" Bremse nicht ansatzweise ausreizen wird.


    Ich habe lediglich klargestellt, dass die Werksbremsen der VTR ziemlich gut sind - wenn Sie denn auf den Stand gebracht werden. In de Fall ist eine teurer Modifikation nicht notwendig. Eine VTR ist schon gern mal 20+ Jahre alt und dementsprechend sind die Dichtungen etc. Die Bremsen verschlechtern sich (auch). Ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen, sind nach meiner Beobachtung die meisten VTRs, die ich mir wegen z.B. Kauf anschauen war, in einem schlechten Zustand, weil die meisten denken, dass "Frischer Service" das Bike auf Werkszustand zurücksetzt und ein Ölwechsel die einzige Betriebsflüssigkeit ist.

  • Ich habe lediglich klargestellt, dass die Werksbremsen der VTR ziemlich gut sind -

    Ja, das sind sie.

    Aber besser geht immer. Oder fast immer...

    Ich fahre auf meiner F auch die Original- Bremsen mit den von MK_WF erwähnten Belägen.

    Für meine Bummelzeiten in Oschersleben reichen die dicke.

    Aber: für die nächste Saison gibt`s `n Update...

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  • Zweizylinder forever

    VTR 1000 F blau/silber

    VTR 1000 F Naked weiß

    VTR 1000 F Facelift Neuaufbau

    VTR 1000 SP1 Neuaufbau

    KTM 790 Duke, the scalpel

    KTM 990 SMR, 1. Serie

    KTM1190 Adventure, the big beast!

  • steiny:


    Bestimmt ist die SC44 oder PC37 Bremse gut. Dazu kann ich nichts sagen, allerdings...


    ...habe ich alles original an der Vorderbremse, bis auf die übliche Stahlflexleitung. Da ist nix matschig. Nach Komplettreinigung + neuer Dichtungssatz, abschleifen der Zylinder und ordentliches Entlüften habe ich 6 mm Hebelweg, dann einen sehr konkreten Druckpunkt. Bremst sehr gut mit 1 Finger, mit 2 Fingern geht sie hinten hoch. Da klemmt bestimmt bei den meisten noch ne dicke Luftblase direkt zwischen oberem Stahlflexanschluss und Pumpenzyliner, den du nur durch fast-ablegen auf die Rechts seite oder durch leichtes öffnen der Stahlflex schraube (unter Hebeldruck) beheben kannst.

  • ohne hier noch mehr Stress verursachen zu wollen, mal eine Frage:

    Hat schon mal wer die 6K Bremse der GSXR1000 K1 verbaut? Da sie an die SC44 passt, hätte ich die Vermutung, dass sie auch an der F passt. Kann das jemand bestätigen? Gereinigt hatte ich meine schon, hab aber im Gegensatz zu der 6K Bremse auf meinem Fighter gefühlt weniger Bremsleistung und auch Gefühl beim Bremsen.

  • Bei Umbau von 4 auf 6 Kolben wirst Du sehr wahrscheinlich etwas mit der Handpumpe rumprobieren müssen, bis es dir taugt.


    In a nutshell: Nimmst Du die 6K Zangen an der Serienpumpe, hast Du so schön wenig nötige Handkraft, aber der Betätigungsweg wird durch die höhere Volumenaufnahme auch größer (böse formuliert: Der Druckpunkt ist im Arsch)

    Erhöhst Du den Durchmesser des Handzylinders gibt's besseren Druckpunkt im Tausch für mehr Handkraft zurück.

    Bei Umbau auf Radialpumpen kommt erschwerend dazu, dass die üblicherweise eine höhere mechanische Übersetzung haben, was dafür sorgt, dass es mit pauschalen Durchmesser-Empfehlungen auch schief gehen kann.

    Das "Optimum" liegt auch für jeden anders.


    Am besten nimmst Du die zu den Zangen verbaute Pumpe mit dazu, da hast Du erstmal einen guten Startpunkt.

  • Wenn die p&p an der SC44 passen, sollte das bei der F auch machbar sein. Ich vermute aber, mit den Sätteln überforderst du die Gabel total. Schließlich bekommst du die mit einer gut gewarteten Original Bremsanlage schon an ihre Grenzen. Das wäre dann die nächste Baustelle.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • Es gab auch 6 Kolben Zangen deren Gesamtkolbenquerschnitt nicht nennenswert größer waren als die von üblichen guten 4 Kolbenzangen wie z. B. Brembo P4 oder M4.

    Honda VTR1000SP1/2

    Ducati 996 1999

    Ducati "1096" 2019

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    Honda CRF450R 2023

    Pannonia 250 1958

    Maico MC 250 1982

    Moto Guzzi V7-700 1971

  • Wenn die p&p an der SC44 passen, sollte das bei der F auch machbar sein. Ich vermute aber, mit den Sätteln überforderst du die Gabel total. Schließlich bekommst du die mit einer gut gewarteten Original Bremsanlage schon an ihre Grenzen. Das wäre dann die nächste Baustelle.

    Meinst du die Gabel mit Originalfedern oder etwas anderes? Was ist, wenn man härtere Federn reinmacht?

  • Eine Gabel sollte eh zum Fahrer und dessen Stil passen....

    Das Gabeln reell überfordert waren, war eigentlich eher so zu den Zeiten von CBX, Z1000J und Co.

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  • Meinst du die Gabel mit Originalfedern oder etwas anderes? Was ist, wenn man härtere Federn reinmacht?

    Ich habe an meiner F die SC44 Zangen mit Belägen von Vesrah und Original Bremspumpe dran. Beißt anständig, ohne aggressiv zu sein. Bringt aber die Gabel mit Original Federn durchaus auf Block, wenn man anständig reingreift. Da sollte man was mit angepasster Federrate rein machen. Umbauthreads haben ja einige hier eingestellt.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • Wenn die Gabel blockt ist der Fahrer halt zu mopsig für die Federn.

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