Nemo 2 Kettenöler

  • Vielleicht interessiert sich jemand für einen manuellen Kettenöler , hab ihn jetzt 1000 km an der Multi und bin begeistert , kein Nachtropfen , kein lästiges einstellen der Tropfgeschwindigkeit, einfach drehen und gut ist :D

  • Deine Felge ist schmutzig!


    Sorry, wenn ich hier Witze auf Deine Kosten mache, aber ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Kettenölern gemacht. Bei mir war's ein Scott-Oiler, der lief unter Laborbedingungen ausgezeichnet.
    Aber Wetter, Regen, Schmutz, Ablagerungen, wechselnde Temperaturen; alles hat ihm "zugesetzt".
    Mal kam zuwenig Öl, mal kam zuviel. Der Höhepunkt war, als mir das Öl über die Reifen auf die Lauffläche Gelaufen ist.


    Ich hoffe, dass Dir das nicht pasiert.
    Achim

  • Och das kannst du ruhig probieren :04:, die Felge ist deshalb schmutzig weil ich zu faul war das Original Kettenfett zu entfernen , ich fahre jetzt fast 25 Jahre Motorrad und habe alles mögliche getestet , Scotty , Kettenoeler.com usw. auch verschiedenste Kettenfette , Drylube usw. und genau deshalb bin ich ja von dem Nemo so begeistert , der ölt die Kette nur wenn ich will , je nach Drehung 30-90 sec. und nur wenn es nötig ist , zB Regen oder längere Heizerei ;) und Temperatur ist ihm egal weil er mit Druck funktioniert .
    bewegte Bilder sagen mehr als 1000 Worte
    https://m.youtube.com/watch?v=iOP2e3GJiDA

    schönen Gruß aus der Pfalz

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan ()

  • Danke für den Tipp, das Teil kannte ich noch nicht! Könnte ich mir gut auf meiner Kilo-Fazer vorstellen.

    Ich lass meinen Bäären nicht zum Bock machen Herr L.

  • Heutiger Schnappschuss von einem Kawa-Stellplatz in der Nähe meiner Garage.

    Moped mit genau diesem Cobrra-Ding bestückt. Kommentierung nicht nötig...

    Doch, das ist m.E. mehr als nötig!


    Ich kenne den Nemo2 nicht, habe nur über ihn gelesen und mir jetzt auch mal Videos angeschaut... Das, was hier gezeigt wird, ist so nicht zu beurteilen. Das kann am Kettenöler oder am Benutzer liegen. Wenn es am Benutzer liegen sollte, kann man das der Technik schlecht anlasten.


    Mein Kettenöler:

    Ich habe seit letztem Jahr endlich meinen McCoi an der SP montiert. Der McCoi, den ich habe, ist die "Luxusversion" mit "allem in automatisch". Das bedeutet, dass er zunächst mal mit einer elektrischen Pumpe funktioniert, welche nur dann Öl aufbringt, wenn es von der Steuerung vorgeben wird. Dies wiederum orientiert sich an der gefahrenen Strecke und soweit verstanden auch an der Geschwindigkeit. Zudem macht es einen Unterschied, ob es regnet oder nicht, weil meiner einen Regensensor hat. Wir reden also von einem "elektrischen" Kettenöler.


    Diverse Systeme:

    Es gibt im Kern drei Systemarten:

    1.) Unterdruck gesteuerte

    2.) Elektrisch gesteuerte

    3.) Druck beaufschlagte


    zu 1)

    Das ist der Klassiker, z.B. der bekannte "alte" Scottoiler. Im Prinzip ist es einfach. Wenn der Motor an ist, wird Unterdruck erzeugt. Der wird genutzt, um zu ölen. Wieviel läßt sich i.d.R. einstellen


    zu 2)

    Der Klassiker ist m.E. der CLS. Über den findet man sehr viel (Gutes) im Netz. So einen hatte ich mal an ner Honda XX und der hat ausgezeichnet funktioniert. Nur hatte er damals keinen Regensensor wie der McCoi. Beide sind im Kern gleich. Der CLS ist ne Kauflösung und der McCoi ist eine Selberbau-Lösung. Später kamen die Kopierer wie z.B. der elektrische Kettenöler von Scottoiler etc. Für mich sind das die besten Öler, auch wenn sie recht teuer sind (bis auf den McCoi). Deswegen die besten, weil man die Menge der Ölung anhand der Wegstrecke steuert, bei manchen auch noch anhand Regens (dann mehr ölen). Das System passt also die Ölung den Fahrbedingungen und den Umweltbedingungen an.


    zu 3)

    Hier lese und schaue ich Videos zum Nemo2 an. Mir gefällt er sehr gut, weil er simpel ist und auch für "Linkshänder beim Schrauben" kein Problem in der Montage darstellen dürfte. Aber: Das Öl wird immer manuell zugeführt. In einem Youtube kam die Praxiserfahrung, dass jemand bei ner Runde von ca. 100 km den Behälter, anders als vorgegeben, nur um 1/8 dreht (1/4 pro Ölung) zudreht. Das Öl muss also immer durch manuelles Eingreifen zugeführt werden. Dreht man den Behälter um eine 1/4 Umdrehung wie vorgegeben, ölt das Teil für ca. 3 Minuten. Wenn man ne große Runde fährt (einige hundert km), dann scheint das eine angemessene Ölmenge zu sein. Und jetzt kommt die Kritik an der Kritik: Ohne jetzt zu wissen, was der Motorradfahrer aus dem gezeigten Bild gemacht hat, kann man kaum sagen, ob der Öler undicht ist. Oder ob der Nutzer einfach nur den Öler betätigt hat (oder jemand anders) und nicht ausreichend viel gefahren ist. Da die Lebenserfahrung sagt, dass oft der Nutzer das Problem darstellt, wäre ich vorsichtig mit Kritik.



    Fazit:

    Wie auch schon hier im Forum an vielen Stellen geschrieben, haben die Kettenöler Vorteile. Die Lebensdauer des Kettensatzes steigt um ein Vielfaches (bei CLS, aber auch woanders finden sich Verdreifachungen). Kette schmieren entfällt künftig. Sprühdosen mit Kettenspray (die auch Geld kosten) werden überflüssig. Es gibt deutlich (!!!) weniger zu putzen. Bei Touren fährt man einfach und der ggü. Kardanmaschinen am Abend bisher nötige Kettenspray-Service gehört der Vergangenheit an. Nachteile sind i.d.R. solche Themen, wie oben auf dem Foto gezeigt. Wenn also irgend etwas nicht richtig montiert wurde, die Bedienung falsch ist, oder einfach auch nur ein Defekt vorliegt (kann auch vorkommen), kann es ne Sauerei z.B. in der Garage geben. Aber, und das ist noch gravierender, Öl könnte auf den Reifen kommen. Daher sollte man gelegentlich mal den Blick drauf haben, ob alles i.O. ist und den Öler penibel montieren!





    fr

  • Ich könnte noch eine mögliche Ursache beisteuern.

    Ölt man am Kettenblatt mit einem Dualsystem, also innen und außen, kann die Düse bis zur Teilung leer laufen, wenn das Mopped auf dem Seitenständer steht. Scheint mir im gezeigten Fall aber nicht zuzutreffen.


    Nach meinem Wissen war der McCoi der erste elektronisch gesteuerte Öler mit Pumpe, alles andere sind „Nachbauten“.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • Man erwirbt, egal bei welchem System, nie die gewünschte und beworbene automatisierte Pflege und Sicherheit.

    Da man letztlich doch immer prüfen muss, ob noch alles wie gewünscht funktioniert, frisst das den erwarteten Nutzen der Sorglosigkeit mehr oder weniger auf.


    Ich pinsle die Kette alle 200-500km mit ganz wenig 80w90 ab, einmal durchlaufend werden zeitgleich die Rollen und die O-Ringe bedient.

    Oder es gibt unterwegs halt nen Schuß aus der Spühdose. Dauert jeweils 2min, dann fertig und keine latente Ungewissheit, Einregelungsbedarf, Auslaufen im Stand oder wasweisichnoch für Nervereien. Na gut, einmal im Jahr mache ich den Ständer sauber und wenn mir mal danach ist, kommt vielleicht aller 2 Jahre mal der Kettenmax (seit Pinseln mit 80w90 kaum noch) zum Einsatz. Ritzel und Kettenblatt bekommen im Übrigen mittelbar auch genug auf die Zähne.


    Auch meine Ketten halten gefühlt ewig. Da wohl 99% der Fahrer, egal wie diese schmieren mögen, nicht mit rostiger, kaum noch beweglicher Kette umhergondeln enden doch die meisten Ketten im Straßenbetrieb letztlich irgendwann an einem verbogenen Verbindungsbolzen. Man fährt halt doch mal sehr zügig an oder kuppelt unsanft ein. Irgendwie kommt mal eine kurze Kraftspitze, dann passiert es halt und hat so garnichts mit der Schmierung zu tun.

    Bei den heutigen Zugfestigkeiten ist eine gleichmäßige Längung einfach ein Hirngespinst, die Laschen der Glieder sind viel zu stark ggü. den Bolzen, von denen dann einer oder zwei verbogen wird.


    Das Kettenölergedöns bedient nichts anderes als die gewohnten, immer wieder neuen Motoröldiskussionen, bloß halt auf anderem Gebiet.

    Bei manchen Dingen tut man sich schlichtweg keinen Gefallen, diese nicht manuell durchführen zu wollen.

  • fermoyracer Sieht tatsächlich nach einer Fehlbedienung des Fahrers aus, das Öl tropft ja auf ganzer Länge der Kette und wurde offenbar während der Fahrt aufgetragen - oder ist während der Fahrt auf Grund eines technischen Defekts ausgelaufen. Kann passieren, ist halt ein technisches System, das aber dann auch einer gewissen Pflege bedarf. Ich nehme an, dass die Leute, die sich ein solches System installieren, genau das aber unterlassen - einbauen und vergessen, man will ja auch genau diese Erleichterung haben.


    Es sieht aber auf dem Foto auch so aus, dass das öfter vorgekommen ist. In dem Fall würde ich sagen, der Fahrer ist 'ne Pottsau.


    P.S. ich muss gestehen, dass ich auch nicht abends nach einer Tour noch die Kette fette...

  • fermoyracer

    Mit Deiner Ausführung kann ich Dir voll zustimmen.


    Meine letzte gewechselte Kette bekam mit über 70.000Km die letzte Ölung. Nur weil ich Reifen zu wechseln hatte und die neue Kette schon dalag, hab ich sie auch montiert. Wenn ich nur das Ritzel gewechselt hätte, wäre die kette nochmals 10.000Km gelaufen ohne dann total am Ende zu sein.

    Das gezeigte Foto kann man, wenn man nicht gesehen hat wie es zu der "Ölsauerei" kam, in völlig falschem Licht darstellen. M.M. wurde da im Stand bei laufender Kette absichtlich Öl aufgetragen.

    -------------------------------------------
    Jahre runzeln die Haut, den Enthusiasmus aufgeben runzelt die Seele.

    Albert Schweitzer

  • Man erwirbt, egal bei welchem System, nie die gewünschte und beworbene automatisierte Pflege und Sicherheit.

    Da man letztlich doch immer prüfen muss, ob noch alles wie gewünscht funktioniert, frisst das den erwarteten Nutzen der Sorglosigkeit mehr oder weniger auf.

    Statt nach der Fahrt erst das Kettenspray rauszukramen, Mopped aufbocken, Kette fetten, fluchen, das wieder was daneben ging, gehe ich nach dem Tanken hinter dem Mopped rum zur Kasse, dabei werfe ich einen Blick aufs Kettenblatt und sehe, ob alles passt. Wartung vom McCoi ein Mal im Jahr. Die beschränkt sich meist auf Öl nachfüllen.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • kaulebeen:

    Ich glaube, Du bist hier einer derjenigen, die den Öler schon länger verbaut haben und damit relevante Praxiserfahrung haben neben dem Bernde, wo mir das gar nicht bewusst war. Ich bin im Vergleich eher ein "Frischling". An der XX, die ich mal hatte, war der Öler wohl um die 50tkm oder so dran (CLS) und top. Nur im Regen war es empfohlen, mittels Drehschalter die Ölung zu verstärken, was aber kein Akt war.


    Am McCoi schaue ich wie Du auch beim Tanken kurz drauf und natürlich auch zu Hause, wenn ich die SP wieder in die Garage stelle. Man sieht sehr schön, wenn ein leichter Ölfilm auf der Kette ist. Toll ist für mich, der gerne ne geputzte SP da stehen hat, dass es ohne Kettenfett keinen Schmodder mehr gibt. Ein wenig an Ölspritzern auf der Felge (minimal) ist der Rede nicht wert.



    fr

  • fermoyracer

    Ja, ich hab den schon seit ca. 2005 dran, Platine war damals noch Vers. 1.0 oder so.


    Muss allerdings zugeben, im Schwarzwald hab ich unterwegs mal die Sicherung ziehen müssen, nachdem der Timerbaustein auf Grund Korrosion – ja, man sollte nicht mit dem vollen Wasserstrahl aufs Mopped halten beim waschen – den Geist aufgegeben und 50 - 70 ml Öl aus dem Vorratsbehälter innerhalb weniger Km auf die Kette gepumpt hat. Davon ist dann auch ein guter Teil auf dem Reifen gelandet. Im Quartier dann Reifen geputzt mit Benzin aus dem Tank, zu Hause einen NE555 aus der Bastelkiste geholt, zusätzlich die Kontroll-LED verbaut und – erst mal – alles wieder gut. Ca. 2 Jahre später hat die Korrosion dann dafür gesorgt, das die Platine ganz den Geist aufgab. Da mittlerweile V 2.6 mit einigen Verbesserungen wie integrierte Kontrollschaltung, Anschluss Tachosignal e.t.c.verfügbar war, hab ich dann diese geordert, zusammengelötet und eingebaut. Seitdem fülle ich nur noch Öl nach^^

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • Ich bin früher, an der ersten F, auch den McCoi gefahren und war von dem Teil sehr angetan. Er hat funktioniert.

    An der aktuellen F habe ich aber keinen Kettenöler.

    Zum einen weil der Knabe der den McCoi verkauft auf Anfragen nicht reagiert hat und dann aus Faulheit. Aktuell fahre ich einfach zu wenig, da ist für mich Kettenpflege nach alter Art mit Sprühdose schneller und einfacher.


    Ein Kettenöler macht erst einmal etwas arbeit. Bis das Teil korrekt justiert und eingestellt ist, kann schon etwas Zeit ins Land gehen. Aber wenn er erst einmal eingestellt ist, kannst das Teil , bis auf Sichtkontrollen (Ölinhalt, Lage der Ölerdüse) kpl. vergessen und nur nach fahren.


    Für Viel- und Urlaubsfahrer einfach nur gut. Ein geschlossener Kettenkasten, wie ihn die Emme hat, wäre aber meines Erachtens besser.

    Ja, ich spiele Paintball und Ja ich fahre auch Motorrad und Ja mein Auto ist ein Diesel - UND ?

  • Einstellung McCoi:


    Na ja. Bei der F (und SP) gibt es ja Erfahrungswerte aus der Praxis hier im Forum. Da muss man nicht mehr probieren. Habe gestern beim Aufräumen übrigens noch so ein McCoi-Kit im Keller gefunden...



    fr

  • ricoaushh

    Der Vertreiber des McCoi macht das in seiner Freizeit, ist mehr oder weniger immer noch ein Bastelprojekt

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

    Benjamin Franklin



    Meine Threema-ID gibts per PN

  • Ja ich weiß. Früher (bei der ersten F) hatte ich mit dem Steffen auch ein par mal telefoniert. Mal sehen, vielleicht bestell ich mir wieder einen... wenn nur diese fiese Faulheit nicht wäre.....

    Ja, ich spiele Paintball und Ja ich fahre auch Motorrad und Ja mein Auto ist ein Diesel - UND ?