Anderen LiMa-Relger verbauen

  • Hallo miteinander,


    da mir nun in 3 Jahren der zweite LiMa-Regler abgeraucht ist, habe ich mich mal etwas näher mit der Materie beschäftigt und überlege nun, einen anderen Regler (einen Längsregler) zu verbauen.


    Grundsätzlich gibt es offenbar 2 verschiedene Arten der Regelung:

    • LiMa-Kreis kurzschließen (auf Masse) - Shunt-Regler
    • LiMa-Kreis öffnen (kein Strom durch die LiMa) - Längsregler


    Die erstgenannte Methode ist offenbar die bei Motorrädern am weitesten verbreitete. Die letzgenannte meiner Meinung nach aber die bessere.


    Begründung:
    Bei den meisten Motorrädern stellt die Lichtmaschine mit ihrem permanenterregten Rotor und dem festen Stator eine Synchron-Drehstrommaschine dar. Der Rotor induziert dabei in den Spulen des Stators eine Spannung (Faraday'sches Induktionsgesetz), welche beim Schließen des Stromkreises (Anschluss an LiMa-Regler und Boardnetz) zum Stromfluss führt. Die dabei entstehende Leistung P ist das Produkt aus induzierter Spannung U und dem Strom I. Der Strom I wiederum induziert in den Spulen ebenfalls ein Magnetfeld, welches seine Ursache entgegenwirkt, also dem Magnetfeld des Rotors und dadurch versucht diesen in seiner Rotation zu behindern.


    Hier kommen nun die unterschiedlichen Regelungen ins Spiel:


    Schließt der Regler nun den Stromkreis auf Masse (Kurzschluss) - Shunt-Relger - , so wird der fließende Strom I sehr groß, da der Widerstand R klein wird (U=R*I) und die Spannung gleich bleibt. Die Spannung wird ja weiterhin durch das rotierende Rotor-Feld in den Spulen des Stators induziert. Zudem sind gewisse - hoffentlich geringe - Leiter- und Übergangswiderstände vorhanden, welche den den Strom nur minimal begrenzen und sich so "nur" erwärmen. Im Stator sind die Leiter allerdings auch recht klein, wodurch hier noch mehr Wärme entsteht. Außerdem induziert der hohe Strom I hier wiederum ein (starkes) Magnetfeld, welches den Rotor bremsen möchte.


    Der öffnende Regler (Längsregler) hingegen verhindert dies. Durch das öffnen (trennen) der einzelnen Phasen der LiMa kann hier kein Strom fließen (Knotenpunktregel). Folglich kann auch im Stator kein Magnetfeld induziert werden, welches sich auf den Rotor auswirkt. Außerdem wird durch den fehlenden Strom weniger Wärme in den Spulen produziert und es gibt keine Rückwirkung auf den Rotor, da dass induzierte Magnetfeld fehlt (für die PS-Fetischisten bedeutet dies im Endeffekt mehr Leistung am Hinterrad).


    Wer meine Überlegung nachvollziehen möchte, kann sich dazu mit dem Induktionsgesetz nach Faraday, den Krichhoff'schen Maschen- und Knotenpunktregeln, der Bewegungsinduktion sowie den Eigenschaften des stationären und zeitlich veränderlichen Magnetfeldes auseinandersetzen.


    Meine Quelle:



    Alle theoretischen Überlegungen bringen nur nix, ohne praktische Umsetzung - und auch dann kann das Ergebnis ein anderes sein, weil man irgendwas nicht bedacht hat. Probieren geht halt doch über Studieren.


    Daher frage ich mal in die Runde:


    Hat schon mal jemand einen Längsregler (z.B. Shindegen SH775 oder SH847) verbaut und mag seine Erfahrungen dazu teilen? Wie sieht ansonsten die Erfahrung mit anderen Shunt-Regler, z.B. Shindengen FH012 (Triumph Daytona 675) aus?

  • In weniger komplizierten Worten ausgedrückt:
    Wenn die Lima ein Verbrennungsmotor wäre, regelt Typ 1 die Geschwindigkeit über die Bremse und der Motor läuft immer auf voller Leistung.
    Typ 2 hätte einen Gasgriff.


    Da ist doch gleich viel verständlicher, warum der eine immer abraucht ;-)


    Zum Thema: Irgendwo hier war mal ein Link in ein anderes Forum (Aprilia ?), wo jemand über genau solche Regler geschrieben hatte. Ich finde es bloß nicht wieder ...

  • Wie sieht ansonsten die Erfahrung mit anderen Shunt-Regler, z.B. Shindengen FH012 (Triumph Daytona 675) aus?


    Bei den 675ern, aber auch den 955er und den 1050er Triumph Modellen gab es auch oft Probleme mit den Standard Reglern. Im "t5net" haben einige auf den o.g. Shindengen ("Mosfet") umgebaut und sind zufrieden damit. Ich auch. :D Seit 2 Jahren keine Probleme. Übrigens: Dieser Reglertyp wird bei den aktuellen Triumph verbaut und wurde bei den 675ern auf Kulanz getauscht, weil hier besonders viele Regler abgeraucht sind.
    Du musst aber ggfs. an der Verkabelung etwas ändern, die Anschlüsse am Regler unterscheiden sich. Ich habe hierzu einen orig. Triumph Adapter verwendet.
    Mein Tip: Lies dich mal im "t5net" ein, da steht einiges zum Thema:14:

  • Bei den 675ern, aber auch den 955er und den 1050er Triumph Modellen gab es auch oft Probleme mit den Standard Reglern. Im "t5net" haben einige auf den o.g. Shindengen ("Mosfet") umgebaut und sind zufrieden damit. Ich auch. :D Seit 2 Jahren keine Probleme. Übrigens: Dieser Reglertyp wird bei den aktuellen Triumph verbaut und wurde bei den 675ern auf Kulanz getauscht, weil hier besonders viele Regler abgeraucht sind.
    Du musst aber ggfs. an der Verkabelung etwas ändern, die Anschlüsse am Regler unterscheiden sich. Ich habe hierzu einen orig. Triumph Adapter verwendet.
    Mein Tip: Lies dich mal im "t5net" ein, da steht einiges zum Thema:14:


    Nun habe ich selber auch eine 675er Daytona in der Garage und besagten Shindengen FH012AB hier rumliegen. Bin auch dort im Forum aktiv. Nach dem Abgleich mit der Shindengen-Website ist dieser auch ein klassischer Shunt-Regler, nur mit den besseren MOSFE-Transistoren (MOSFET). Die Idee mit dem Umbau auf einen Längsregler habe ich im übrigens im Superhawk-Forum aufgegriffen. Leider konnte ich da keine eindeutigen Aussagen finden. Es drehte sich immer nur um die theoretischen Vorteile, aber kaum um Praxis-Erfahrungen.

  • Dann sprich doch mal mit den Kollegen hier: Motek
    Die verkaufen sowas, soweit ich da richtig informiert bin.

    "The speed was ok, but the corner was too tight"


    Trackdays 2017:
    25.-26.5. Gross-Dölln mit MotoMonster
    03.-04.8. Gross-Dölln mit MotoMonster
    27.-28.9. Mettet mit Panther Racing

  • Hallo,


    interessante Sache;).


    Mit den Stichworten Motorrad Längsregler rückt Google das hier raus:


    http://www.thruxton-forum.de/f…5cc2f66aece00b3a&start=15


    http://www.v-stromforum.de/vie….php?f=5&t=36645&start=30


    Ich bin Fernmelder und habe keine große Erfahrung mit Leistungselektronik, aber bei allen offensichtlichen Vorteilen des Längsreglers wird in dem V-Strom - Bericht auf das Schadensrisiko der vollen Generatorspannung im Bordnetz hingewiesen.:25:
    Der Thruxton - Kollege hat zumindest nach dem Einbau eine Verbesserung erzielt. (Konstant 14,3 V an der Batterie unabhängig von der Belastung.) Das spricht im Grundsatz für die Idee den SH775 einzusetzen.


    Hat der SH775 eine Schutzschaltung die im Schadensfall den Stator kurzschließt?


    Gruß RAWI

    Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.


    Friedrich Hölderlin

  • Ich habe schon öfter über einen Regler Hersteller geschrieben, der die Dinger selber Zuhause her stellt und auch noch 10 Jahre Garantie gibt.

    2Phasen Regler unter 100 Euro und ein 3 Phasen Regler wie er für die F benötigt wird 130 Euro ca.

    Dazu sind die Dinger wesentlich kleiner als original.

    Ich habe so ein Ding als 2 Phasen in meiner SP mit Rennlima und in meiner SS.
    Auch die SS sind bekannt dafür das die Limas abkacken aber ich kenne niemandem dem die Lima mit solchem Regler abgeraucht ist.


    Falls Bedarf besteht hier melden.

    jaeger-volk@t-online.de

    Honda VTR1000SP1/2

    Ducati 996 1999

    Ducati "1096" 2019

    Honda CR250R 2000

    Honda CRF450R 2023

    Pannonia 250 1958

    Maico MC 250 1982

    Moto Guzzi V7-700 1971

  • Zitat

    auf das Schadensrisiko der vollen Generatorspannung im Bordnetz hingewiesen.:25


    Als Nicht-Elektriker hätte ich da jetzt mal plump eine Zener-Diode zur Max. Spannungsbegrenzung in den Raum geworfen?

  • Hallo,


    das Thema Längsregler vs. Querregler findet sich mit etwas Suche in mehreren Foren. In einem amerikanischen Duc - Forum gibt es eine breite Diskussion zu diesem Thema getrieben von häufigen Reglerdefekten. Als weiteren Aspekt habe ich mehrere Beiträge zu der etwas spezielleren Diskussion der erhöhten Erwärmung des Stators durch geringen Laststrom auf der Rennstrecke gefunden. Gelöst wurden die Prob's meist auf zwei unterschiedlichen Wegen.


    1) Einbau eines besseren Querreglers (Shunt) der höhere (Verlust-)Leistungen verträgt.
    2) Einbau eines Längsreglers (Serial) der höhere Verluste vermeidet.


    Beides wird wenn die Randbedingungen stimmen funktionieren weil die Regler besser als die Serienbauteile sind. Beim Shunt nimmt man halt in Kauf das der Stator bei geringer elektrischer Last ständig (fast) kurzgeschlossen wird. Gut ist das nicht, und einige Beiträge in diesem Forum zeigen gegrillte Stator - Wicklungen.


    Shindengen SH775
    Da soll wie von Geestbiker oben geschrieben ein Längsregler sein. Etwas merkwürdig ist dabei das auf der Shindengen - Seite das Blockschaltbild des SH775 von einem Querregler (Shunt) stammt. Da hoffe ich mal das nur der Redakteur etwas nachlässig ist. Der SH775 verträgt ungekühlt 14A. Das reicht so gerade für eine Serien VTR1000F bei max. Belastung. (Strasse: Licht ist an, steht mit getretener Bremse und Blinker vor der Ampel...). Eine Absicherung geben Überspannung ist eingebaut. Eine Strombegrenzung gibt es nicht. Der nächst bessere Regler ist laut Datenblatt noch in der Entwicklung und damit keine Option. In der Bucht findet sich der SH775 ua. mit der Option auf ein Honda-Adapterkabel.


    CompuFire 55402
    Dieser Längsregler wird in den USA angeboten. In einem Aprilia-Forum gibt es dazu einen Bericht: http://www.raven.apriliaforum.…le=Ersatz_Spannungsregler
    Der Aprilia - Kollege hat mit einer Wärmebildkamera nachgewiesen das mit diesem Längsregler die Betriebstemperatur des Stators und des Reglers nachweisbar sinkt:14:.


    Schadensrisiko
    MK_WF: Ja, im Prinzip könnte man das was mit Z-Dioden bauen. Besser ist es halt wenn der gekaufte Regler vom Hersteller so ausgestattet wird das keine Sekundärschäden auftreten wenn der Regler versagt. Beim SH775 soll ein Überspannungsschutz integriert sein. Wenn man das Teil an den Serienkabelbaum anschließt sollte die vorhandene 30A - Sicherung zum Thema Strombegrenzung ausreichen.


    Ich habe aktuell keinen Bedarf. Meine 97er F hat immer noch den ersten Regler ohne Kühlrippen und der funktioniert bei Tachostand 55Tsd immer noch. Wenn ich Handlungsbedarf hätte würde ich nach all dem was ich zu dem Thema gelesen habe aktuell einen SH775 + Adapterkabel verbauen.


    Gruß RAWI

    Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.


    Friedrich Hölderlin

  • Mensch RAWI, toll, was du da alles ausgegraben hast :14:


    Nach einem Bericht aus dem Superhawk Forum, soll der SH847 ein Längsregler sein. Das Produkt Line-Up auf der Shindegen Website scheint da nicht aktuell zu sein. Bei einem Großhändler habe ich Shindegen-Regler der Shxx1 Serie gefunden die von den Daten her gut darein passen würden.


    Was die Schaltbilder dort betrifft scheinen bei den Längsreglern schaltbare Transistoren verbaut zu sein, welche meiner Erinnerung nach nur Strom leiten, wenn sie angesteuert werden und sonst komplett sperren. Gerne lasse ich meine Erinnerung da im Detail auffrischen.


    Da es schnell gehen musste, habe ich jetzt erstmal einen FH012AB Shuntregler einer Daytona verbaut, die Umrüstung später sollte damit allerdings wesentlich einfacher sein. Für meine Daytona als Rennbike aber nachwievor ein interessantes Thema.

  • Knubbel: von den Motek Reglern habe ich glaube ich auch schon gelesen. Jedoch erschienen mir diese eher als Speziallösung zu der es dann eher weniger passende Teile auf dem Gebrauchtmarkt gibt und diese auch recht herstellerspezifisch sind. Genauer habe ich mich allerdings nicht damit beschäftigt.


    Stolle1989: Die klingen auch sehr viekversprechend, vorallem wegen des geringen Bauraumes. Kannst du von den Reglern hier mal Bilder posten?


    RAWI: Auf das V-Strom-Forum und auch das GS-Forum bin ich bei meiner Suche gestolpert, allerdings habe ich da nicht viel hinsichtlich möglicher Schäden gefunden.


    Da ich jetzt erst einmal den FH012 der Daytona 675 verbaut habe, werde ich bei Gelegenheit mal berichten, wie es sich mit der Spannung über die Drehzahl blind der Erwärmung verhält.


  • Ja, versuche morgen ein Bild zu machen, bin heut eden ganzen Tag unterwegs und stecke gerade im Umzug.

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  • Hallo


    Geestbiker
    Das ist der Thread aus dem V-Strom - Forum:http://www.v-stromforum.de/vie….php?f=5&t=36645&start=30


    Zitat/Auszug: "Ein Längsregler, der durchgeht, verbindet das Bordnetz mit der ungeregelten Generatorspannung nach Gleichrichtung. 70 V und mehr. Ich gehe mal davon aus, daß die meisten Komponenten im Bordnetz das nicht ohne weiteres überleben würden. Also muß das schon ein Regler sein, der über eine taugliche Sicherheitsschaltung verfügt. "


    Etwas weiter unten im gleichen Thread wird in einem groben Blockschaltbild ein Lösungsvorschlag gezeigt. Das ist die Kombination von einem Querregler (Shunt) der als Überspannungsschutz den Stator kurzschließen kann, und einem Längsregler (Serial) für den normalen Betrieb. Die Skizze zeigt damit aus meiner Sicht auch warum das nicht längst weit verbreitet in Serie gebaut wird. Vereinfacht gesagt wird ein Längsregler damit komplexer und auch deutlich teurer als die simplen und bewährten Querregler.


    Leider habe ich vom SH775 keine detaillierte Skizze gefunden und verlasse mich auf das Datenblatt in dem steht das ein Überspannungsschutz integriert ist. Das begründet auch mein Fazit. Wenn die Angaben alle verlässlich sind ist der SH775 meine Wahl wenn ich meinen Regler tauschen muss.


    Gruß RAWI

    Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.


    Friedrich Hölderlin

    Einmal editiert, zuletzt von RAWI () aus folgendem Grund: Sorry, natürlich SH775.

  • Moin Leute,


    habe gestern den Daytona 675-Regler auf einer gut 200km langen Tour "testen" können. Er entwickelte kaum Wärme und die Batterie war am Ende der Tour voll geladen. Auch konnte ich keine Fehlfunktionen/Schwankungen der Anzeigen und Beleuchtung beobachten. Die Lithium-Batterie wurde im Laufe der Tour etwas mehr als handwarm, aber das war auch mit dem alten Regler schon so.


    Mein Fazit: Würde ich wieder so machen und kann ich weiter empfehlen. Ist halt nur nicht Plug-and-Play.

  • In weniger komplizierten Worten ausgedrückt:
    Wenn die Lima ein Verbrennungsmotor wäre, regelt Typ 1 die Geschwindigkeit über die Bremse und der Motor läuft immer auf voller Leistung.
    Typ 2 hätte einen Gasgriff.


    Da ist doch gleich viel verständlicher, warum der eine immer abraucht ;-)...


    Immer schön, wenn einer es schafft, komplexe Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen.


    Ich durfte mich auch schon mit div Elektroproblemen rumschlagen. Das war an drei Fireblades, bei denen (44er und 57er hatte ich) verbrennen recht schnell die Wicklungen. Der Regler hat es jedesmal knapp überlebt.


    Aber nun die Masterfrage:
    Warum werden dann nicht diese tollen MOSFET-Regler ab Werk verbaut?


    Geht es um die Kosten oder was ist der Grund?


    Gruß
    Achim


  • Aber nun die Masterfrage:
    Warum werden dann nicht diese tollen MOSFET-Regler ab Werk verbaut?


    Geht es um die Kosten oder was ist der Grund?


    Gruß
    Achim


    MOSFET hat an sich erst mal nix mit der Art der Regelung zu tun. MOSFET steht lediglich für Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistor und bezeichnet die Bauart der internen elektronischen Bauelemente, die zum Gleichrichten und Regeln verwendet werden und haben lediglich den Vorteil des geringeren Spannungsabfall gegenüber herkömmlichen Dioden und FETs.


    Kurzum sind die meisten "MOSFET-Regler" nur bessere Shunt-Regler (auch als Querregler bezeichnet).


    Richtig ist da lediglich, das die MOSFET-Querregler weniger Wärme entwickeln, da intern weniger Spannung abfällt (geringere Widerstände, die Wärme entwickeln können). Damit erzeugt er aber im Stator genauso viel, wenn nicht sogar noch mehr Wärme im Stator, da insgesamt sogar etwas höhere Ströme auf der LiMa-Seite fließen können.


    Der Längsregler hingegen trennt die LiMa komplett, wenn die Batterie voll ist und verhindert so jegliche Ströme in der LiMa. Wenn keine Ströme fließen entwickelt sich im Stator auch keine Wärme, insgesamt fließen also geringere Ströme durch die LiMa. Da die meisten Längsregler mit MOSFETs gebaut werden, wird auch hier weniger Wärme entwickelt als bei herkömmlichen Reglern.


    Warum die herkömmlichen Regler nun verbaut werden kann ich dir nicht beantworten, nur vermuten, dass es günstiger für den Hersteller im Einkauf ist und sich durch Ausfälle ebenfalls Geld verdienen lässt. Zudem scheint es eine sehr bewährte Technik zu sein, warum also was dran ändern? Never change a running System.

  • ...Warum die herkömmlichen Regler nun verbaut werden kann ich dir nicht beantworten, nur vermuten, dass es günstiger für den Hersteller im Einkauf ist und sich durch Ausfälle ebenfalls Geld verdienen lässt. Zudem scheint es eine sehr bewährte Technik zu sein, warum also was dran ändern? Never change a running System.


    Danke für die ausführliche Erklärung!


    Nur das mit der "bewährten Technik" halte ich nach all den Beiträgen, die man zu verschmorten Limas und kaputten Reglern so findet und nach meinen eigenen drei Erfahrungswerten für ein Gerücht...


    Da geht es wohl eher um den Verkauf von Ersatzteilen.


    ---


    Und noch ein Tipp für alle Betroffenen: Auf keinen Fall die günstigen Limas aus der Bucht nehmen, sondern besser den verschmorten Stator neu wickeln lassen, zB bei MEL Lüdeking. Bessere (klassische) Regler hat der auch

  • Das große Problem für die Regler ist das Stecker der Lichtmaschine, deshalb schreibe ich auch schon sehr lange das man diesen entfernen soll und die Kabel miteinander verlöten, dann ist Ruhe. Dann gibt es aich mit den Reglern von mir keine Problem.

  • Auf die Gefahr eines Necroposts hin: Ich spiele momentan mit dem Gedanken mir einen SH847-Regler zu verbauen, da dieser eben den Stator nicht belastet wenn er nicht Srom liefern muss. Einerseits muss er nicht immer Strom produzieren und andererseits muss er auch weniger Strom in Energie/Wärme umwandeln.


    https://www.easternbeaver.com/R-R-Connectors/


    Falls es wirklich dazu kommt stehe ich gern für Fragen bereit :)

  • Paket kam heute an, blitzschnell. Habe auch gleich alles verbaut. Regelt und lädt einwandfrei, stabile 14,7V durch die Bank weg. Probefahrten und Temperaturmessungen stehen als nächstes an.