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Alt 22-04-2019, 20:50   #1
fermoyracer
 
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Energieausweis bei Vermietung benötigt. Woher nehm ich den?

In unserem Haus aus den 70er Jahren (mit laufender Modernisierung...) haben wir ne 35qm Einliegerwohnung, die wir nach Auszug der bisherigen Mieterin jetzt neu vermieten wollen...

Energieausweis nötig, so weit so gut
Gemäß Internet Recherche brauchen wir nen Energieausweis, was mich jetzt nicht weiter stört. Die Wohnung selbst geht immer mit Riesennachfrage sofort weg. Nur muß man wohl derzeit beim Angebot auch den Energieausweis haben und bei Wohnungsbesichtigungen vorweisen können.

Welcher Anbieter? Ideal wäre online
Habt Ihr Erfahrungen mit Anbietern aus dem Internet? Welcher ist seriös? Lust auf ein Riesengutachten, nen Energieberater vor Ort oder irgendwelche Verkäufer für irgend was hab ich absolut gar nicht.

Der Inhalt des Ausweises interessiert mich ebenfalls = null. Die Nebenkosten für Heizung sind kaum relevant, das Haus ist gut genug isoliert (Dach, Fenster, alles neu...) und die Wohnung ist mit 35qm eh so klein, daß das Thema Heizkosten keine wirkliche Rolle spielt. Vermietung ist immer null Problem, weil super Innenstadtlage in nem Ballungszentrum...


fr
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Alt 22-04-2019, 21:14   #2
tomas
 
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Frag mal deinen Kaminkehrer !

Gruß Tom !
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Alt 22-04-2019, 23:31   #3
hendri
 
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Zitat:
Zitat von fermoyracer Beitrag anzeigen
In unserem Haus aus den 70er Jahren (mit laufender Modernisierung...) haben wir ne 35qm Einliegerwohnung, die wir nach Auszug der bisherigen Mieterin jetzt neu vermieten wollen...

Energieausweis nötig, so weit so gut
Gemäß Internet Recherche brauchen wir nen Energieausweis, was mich jetzt nicht weiter stört. Die Wohnung selbst geht immer mit Riesennachfrage sofort weg. Nur muß man wohl derzeit beim Angebot auch den Energieausweis haben und bei Wohnungsbesichtigungen vorweisen können.

Welcher Anbieter? Ideal wäre online



fr
https://www.energieausweis-online-er...iAAEgJ-t_D_BwE

Greetz Henni
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Mein Tag hat auch nur 24 Stunden......
Aber wenn´s nicht reicht, nehm ich noch die Nacht dazu....

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Alt 23-04-2019, 15:25   #4
fermoyracer
 
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Zitat:
Zitat von hendri Beitrag anzeigen
Danke!
Sind mit denen Praxiserfahrungen vorhanden? Hab da angerufen und auch gesehen, daß die verschiedene Büros haben. Eins sogar in der Nähe meines Bruders. Alles online machbar. Kosten für den für unser Haus nötigen Bedarfsausweis = 90 Euro. Klang alles seriös...

Kaminkehrer:
Den hab ich angerufen. Im Kern seine Aussagen:
Das sei alles sehr, sehr aufwändig, es wäre viel zu messen, blabla und soll ca. 350 Euro kosten. Als langjähriger Kunde könnte er bei uns am Preis noch was drehen.

Haus&Grund:
Da war ich heute, die haben jemanden, den sie empfehlen. Aber der ist noch für 2 Wochen in Urlaub. Kosten da ca. 150 Euro, wovon er alleine schon 30 Euro für eine zentrale Registrierung aufwenden muss (dibt). Netter Kontakt und wenn er nicht im Urlaub gewesen wäre, hätte ich ihn wohl direkt beauftragt.


Fazit:
Da ich die Wohnung jetzt annoncieren will, brauche ich schnell so ein Papier. Auf ein paar Euro kommt es dabei nicht an. Aber schnell geht wohl nur online. Also werde ich wohl das testen und berichten...



fr
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Alt 26-04-2019, 14:02   #5
hendri
 
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Zitat:
Zitat von fermoyracer Beitrag anzeigen
Danke!
Sind mit denen Praxiserfahrungen vorhanden? Hab da angerufen und auch gesehen, daß die verschiedene Büros haben. Eins sogar in der Nähe meines


fr
jepp, habe schon etliche mit denen gemacht. Allerdings nur verbrauchsbasierte... einfache Eingabe, wenn alle Daten vorhanden sind. Zahlung und Ausweis gibt's per Mail, zertifiziert.

Greetz Henni
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Alt 04-05-2019, 08:07   #6
fermoyracer
 
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So, hiermit dann auch ein Feedback aus der Praxis:

Da ich den Ausweis zügig brauchte, habe ich mich nach einem Telefonat mit dem online-Anbieter aus dem Link für den entschieden. Eure Praxiserfahrungen waren gut und im Telefonat kam er seriös daher.

Da unser Haus vor einem bestimmten Stichtag (1977) erbaut wurde, musste man trotz Kernsanierung mit gedämmtem Dach, neuen Fenstern, Heizanlage und allem den Bedarfsausweis nehmen.

- Der Bedarfsausweis ist wohl aufwendiger als der Verbrauchsausweis.
- Ich hatte die Architektenpläne raus kramen müssen und daraus diverse Masse raus suchen dürfen.
- Trotzdem, daß wir einen komplizierteren Grundriss mit ineinander verschränkten 2 Baukörpern haben, konnte man fast alle Besonderheiten über deren Software abbilden.
- Bei einigen Kleinigkeiten wie in einem der Räume abweichender Geschoßhöhe war die genaue Eingabe jedes einzelnen Raums nicht möglich. Dto. für den Keller mit unterschiedlichen Raumhöhen.
- Auch unterschiedliche Firsthöhen der beiden Baukörper sowie Dachneigungen konnte man nicht eingegeben. Ich habe dann einfach das von den Werten ungünstigere gewählt.
- Die Fenster brauchte ich nicht einzeln auszumessen und einzugeben. Hier bot das Programm die Option, auf errechnete Standardwerte zurück zu greifen (sehr bequeme Möglichkeit!).


Zum Ausweis selbst:
Letztlich waren es rd. 2 Stunden Arbeit und der Ausweis war sofort da, er wurde per Email zugestellt. Da es auf das Schnelle ankam, war ich hochzufrieden. 90 Euro als Preis inkl. Registrierung waren relativ günstig. Die Energiewerteinstufung war jedoch ungünstig beim schlechtesten Wert "H" auf der mit A+ beginnenden Skala. An diesen schlechten Wert glaube ich jetzt nicht wirklich, weil wir seit mehr als 15 Jahren Erfahrungswerte zum Energieverbrauch haben. Und dieser ist in Relation zur Größe des Hauses recht günstig.

Das online Vorgehen halte ich insgesamt für ein gutes Verfahren für Standardbaukörper mit schnellem Ergebnis. Inhaltlich halte ich den Zwang zu so nem Ausweis für das gesamte Haus für den hier benötigten Zweck der Vermietung nur einer kleinen Einliegerwohnung für völligen Blödsinn. Die 35 qm-Wohnung selbst hat über viele Jahre konstante Verbrauchswerte der Mieter von monatlich lediglich rd. 20 - 23 Euro für Heizkosten produziert. Genau das ist letztlich relevant ist und nicht wie das Haus insgesamt eingestuft ist.


Fazit:
Der Gesetzgeber erzwingt einen in der Praxis für den Zweck der Vermietung blödsinnigen Energieausweis für unser gesamtes Haus, der keine relevante Aussagekraft in Bezug auf die Vermietung besitzt und zudem noch zentral registriert wurde. Für den benötigten Zweck ist der Ausweis im derzeitigen Markt (Ballungsgebiet, Wohnraumknappheit...) ohnehin irrelevant. Das einzig Gute in ihm sehe ich darin, daß Leute, die sich gar keine Gedanken zum Thema gemacht hatten, hierüber dazu gezwungen werden.


Danke für Eure Ratschläge. Das ist wirklich ein Forum "für's richtige Leben"

fr
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Alt 15-05-2019, 11:13   #7
lomoeel
 
Registriert seit: Sep 2002
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McMakler ist sehr preiswert und sehr schnell

habe € 19,90 für einen Verbrauchsausweis bezahlt. Alles online binnen 2 Tagen.
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Alt 15-05-2019, 11:15   #8
lomoeel
 
Registriert seit: Sep 2002
Ort: schleswig-holstein, vtr1000f
Sorry, Du benötigst ja wohl einen Bedarfsausweis

Prozess läuft zudem wohl längst. Pardon
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Alt 15-05-2019, 11:36   #9
Patric SP-1
 
Registriert seit: Feb 2010
Ort: Nähe Stuttgart; SP-1
@FR: Wenigstens nimmst Du die Sache mal ernst. Viele von diesen Drecks-Maklern kümmern sich da gar nicht. Gerade habe ich wieder einen wegen eines Hauses, das ich mir ansehen will, kontaktiert. Im Exposé steht "Energieausweis liegt noch nicht vor", dabei weis ich, dass da letzten Samstag schon eine Besichtigung war. Ein anderes Haus an dem wir interessiert waren, wurde verkauft, obwohl uns weder bei der Besichtigung noch danach ein Energieausweis vorgelegt wurde. Das Problem ist einfach, dass das Bußgeld viel zu gering ist. Falls sie es mal zahlen müssen (was wahrscheinlich selten passiert, denn dazu müssten sich die unteren Baubehörden darum kümmern. Und was nützt einem eine grüne Regierung, wenn die Landratsämter alle von schwarzen oder gelben Landräten, denen die Themen Energiewende und Verbraucherschutz egal sind, geleitet werden?), liegt es unter dem, was sie da an Provision abgreifen, um ein paar schlechte Fotos zu machen und einer Handvoll Leute mal die Haustür auf zu schließen.

Geändert von Patric SP-1 (15-05-2019 um 11:45 Uhr)
Patric SP-1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-05-2019, 11:59   #10
Mythos
 
Registriert seit: May 2002
Ort: 52525 Heinsberg NRW
Das mit den Ausweisen ist alles relativ, egal ob Altbau oder Neubau.
Danach gehen kann keiner, sich daran halten auch nicht.

Was ein Haus an Energie benötigt liegt in der Hauptsache am Nutzer selbst und am Nutzerverhalten und nicht an der Bausubstanz, Ausführung oder Baualtersklasse.

Ich hab regelmäßig mit den Ausweisen für die Neubauten zu tun, (Heizungsbauer/Installateur) da uns die Ausweise meistens schon vorgelegt werden bevor wir ein Angebot erstellen, stimmt schon meistens der Ausweis mit der tatsächlich später installierten Anlage nicht überein. Ob der Ersteller diesen später nochmal ändert.... oder der Bauherr diesen ändern lässt...
__________________
....Gehe Wege die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt....
Mythos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-05-2019, 12:20   #11
Stolle1989
 
Registriert seit: Apr 2014
Ort: Braunschweig
Makler kannst du in der Regel meistens eh knicken.
Wir hatten etwa 12 Häuser angeguckt und vorbereitet oder in der Tiefe steckend war eigentlich nie Jemand.

Aber machst du einen Hauskauf tatsächlich von diesem in meinen Augen relativ aussagelosen "Ausweis" abhängig?

Beim Hauskauf sollte man sich ja eh damit beschäftigen was man für eine Bauart, welche Größe etc man haben möchte. Entsprechend kann man anhand dessen und in Bezug auf die Ausstattung (Verglasung und pipapo) ja grob ermitteln ob das Öl einfach durchfließt oder langsam sickert.
Davon ab kann man das Verbrauchsmuster ja meistens anhand von Rechnungen der Vorbesitzer erkennen.

Ich für meinen Teil wollte massiv gemauert und auf keinen Fall nachträglich mit Styropor oder Ähnlichem gedämmt haben.

So wusste ich zwar das solch ein Ausweis vorhanden war aber habe dem nicht sonderlich Beachtung geschenkt, da später sowieso das Wohnprofil massiv für die Energiekosten zuständig ist.
Ich verbrauche da lieber etwas mehr Öl anstatt mir durch den Energiewahn eingeholte Probleme bezüglich der Substanz einzuhandeln.


Im Bekanntenkreis gibt es genügend Fälle bei denen schöne Häuser im Wahn der Dämmung (innen oder auch außen) kaputt saniert wurden.
Erst mal wurde eine Menge Kohle investiert um zu sparen und am Ende wurde das Mauerwerk auf Dauer zerstört.
Die Ersparnis bei den Heizkosten muss ja erst mal wieder die Investition der Dämmung wieder rein holen, und oft kommt unverhofft oft.
So geht schnell mal die Milchmädchenrechnung am Ende nicht sonderlich auf.
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Alt 15-05-2019, 13:17   #12
Mythos
 
Registriert seit: May 2002
Ort: 52525 Heinsberg NRW
Zitat:
Zitat von Stolle1989 Beitrag anzeigen
Makler kannst du in der Regel meistens eh knicken.
Wir hatten etwa 12 Häuser angeguckt und vorbereitet oder in der Tiefe steckend war eigentlich nie Jemand.

Aber machst du einen Hauskauf tatsächlich von diesem in meinen Augen relativ aussagelosen "Ausweis" abhängig?

Beim Hauskauf sollte man sich ja eh damit beschäftigen was man für eine Bauart, welche Größe etc man haben möchte. Entsprechend kann man anhand dessen und in Bezug auf die Ausstattung (Verglasung und pipapo) ja grob ermitteln ob das Öl einfach durchfließt oder langsam sickert.
Davon ab kann man das Verbrauchsmuster ja meistens anhand von Rechnungen der Vorbesitzer erkennen.

Ich für meinen Teil wollte massiv gemauert und auf keinen Fall nachträglich mit Styropor oder Ähnlichem gedämmt haben.

So wusste ich zwar das solch ein Ausweis vorhanden war aber habe dem nicht sonderlich Beachtung geschenkt, da später sowieso das Wohnprofil massiv für die Energiekosten zuständig ist.
Ich verbrauche da lieber etwas mehr Öl anstatt mir durch den Energiewahn eingeholte Probleme bezüglich der Substanz einzuhandeln.


Im Bekanntenkreis gibt es genügend Fälle bei denen schöne Häuser im Wahn der Dämmung (innen oder auch außen) kaputt saniert wurden.
Erst mal wurde eine Menge Kohle investiert um zu sparen und am Ende wurde das Mauerwerk auf Dauer zerstört.
Die Ersparnis bei den Heizkosten muss ja erst mal wieder die Investition der Dämmung wieder rein holen, und oft kommt unverhofft oft.
So geht schnell mal die Milchmädchenrechnung am Ende nicht sonderlich auf.

Das das Dämmen im Styropor Wahnsinn oftmals keinen Erfolg hat ist ja mittlerweile offenkundig bekannt und in den letzten Jahren in der realen Welt bestätigt worden.

Ich sag immer: "Was ein Haus braucht, braucht es."
Lediglich an der Art und Weise der Erzeugung und dem Nutzerverhalten lässt sich am meisten einsparen.
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Mythos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-05-2019, 13:37   #13
Patric SP-1
 
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Zitat:
Zitat von Stolle1989 Beitrag anzeigen

Aber machst du einen Hauskauf tatsächlich von diesem in meinen Augen relativ aussagelosen "Ausweis" abhängig?
Das ist natürlich bei weitem nicht das einzige Kriterium. Über den Energieausweis (nicht nur die Effizienzklasse sondern mehr durch den Rest der draufsteht) erhält man aber schon mal einen Hinweis, was man so für die energetische Sanierung einplanen muss. Die Renovierungskosten muss man ja beim Kreditantrag möglichst genau einschätzen sonst passt das nachher nicht. Und hier ist der Immoblienmarkt so verrückt, dass gute, halbwegs bezahlbare Häuser teilweise in einer Woche verkauft sind. Da bleibt wenig Zeit, das Haus mit einem Architekten oder Bausachverständigen zu begutachten.

Von der Kostenseite beim Kauf abgesehen generiert ein schlecht isoliertes Haus ja nicht nur mehr Heizkosten sondern ist auch einfach ungemütlich. Das sehe ich sehr deutlich beim Elternhaus meiner Mutter. Da kann man auf eine Bullenhitze hochheizen (was dank mehrere Kaminöfen und einem Waldstück nicht das Problem ist) und es ist trotzdem ungemütlich, weil es einem von der Außenwand kalt in den Rücken zieht, wenn man auf dem Sofa sitzt. Und bei den abartigen Summen, die man hier für ein Haus bezahlen muss, bin ich nicht bereit etwas ungemütliches zu kaufen...

Und natürlich ist mir schon klar, dass man auf die Absolutwerte auf den Ausweisen nur bedingt etwas geben kann. Aber zumindest beim Bedarfsausweis gibt es da ja eine gewisse Normierung.
Patric SP-1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-05-2019, 16:05   #14
fermoyracer
 
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Schon interessant, was Ihr aus dem Thema macht

Thema war woher einen Energieausweis beziehen
Wie geschrieben, habe ich dank Eurer Empfehlungen schnell Erfolg gehabt.

Praxis
Auf unsere Anzeige hin hatten sich innerhalb ganz weniger Tage mehr als 100 Interessenten gemeldet. Niemand der Interessenten hat nach dem Ausweis gefragt. Wir hatten zwei Besichtigungen und an eine der beiden Personen vermietet. Auch hier kein Interesse irgendeiner Art am Thema Ausweis.

Schlechtester Wert
Gemäß Ausweis ist unser Haus in der schlechtesten Einstufung. Wir müssten also höllisch viel Energie verbrauchen. Da unser Haus von vor 1977 stammt, mussten wir einen Ausweis für das gesamte Haus und nicht nur die Mietwohnung kaufen. Meines Erachtens ist dies mit dem gesamten Haus ziemlicher Blödsinn.

Energiebedarf:
Die Wohnung hat in den letzten 5 Jahren Heizkosten zwischen monatlich etwas um die 17 Euro und knapp 22 Euro benötigt. Darin sind schon anteilig Betriebsstrom und Wartungskosten sowie Schornsteinfegerkosten enthalten. Im Vergleich sind dieser Werte ziemlich moderat, ich würde gar sagen gering. Klar ist das Benutzerprofil relevant, aber eben auch anderes wie z.B. das Heizen im Umfeld im Haupthaus.


Fazit:
Für unseren Zweck ist dieser Ausweis im Ergebnis eine Art "Zwangssteuer" für ein Stück Papier, was keinen zu interessieren schien. Ärgerlicherweise hat der Staat jetzt aber wieder mehr Daten über uns, die zudem u.E, grob falsch sind, weil der reale Energiebedarf seit mehr als 15 Jahren gering ist. Ggf. kommt dann bald ne Energiesteuer anhand dieses Ausweises, obwohl wir die schon zur Genüge auf das von uns zum Heizen bezogene Gas zahlen.



fr
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Alt 16-05-2019, 05:23   #15
relax_baby
 
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Zitat:
Zitat von Mythos Beitrag anzeigen
Das mit den Ausweisen ist alles relativ, egal ob Altbau oder Neubau.
Danach gehen kann keiner, sich daran halten auch nicht.

Was ein Haus an Energie benötigt liegt in der Hauptsache am Nutzer selbst und am Nutzerverhalten und nicht an der Bausubstanz, Ausführung oder Baualtersklasse.

Ich hab regelmäßig mit den Ausweisen für die Neubauten zu tun, (Heizungsbauer/Installateur) da uns die Ausweise meistens schon vorgelegt werden bevor wir ein Angebot erstellen, stimmt schon meistens der Ausweis mit der tatsächlich später installierten Anlage nicht überein. Ob der Ersteller diesen später nochmal ändert.... oder der Bauherr diesen ändern lässt...
Vermutlich verbaust du nur Gas und Öl Heizungen, die verzeihen sehr viele planungs und Ausführungsfehler Fehler des Heizungsbauer. Eine Wärmepumpe aber Rächt sich wenn die Vorlauftemperatur um ein paar Grad Höher ist als die berechnete, da kann deinen Ausweis gleich in die Tonne kloppen..

Und warum soll die Bausubstanz nicht für das heizverhalten mit verantwortlich sein?
__________________

Wenn Gott will das ich ins Grass beisse, dann doch bitte beim dem was mir Spass macht!

relax_baby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-05-2019, 07:41   #16
Mythos
 
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Ort: 52525 Heinsberg NRW
Zitat:
Zitat von relax_baby Beitrag anzeigen
Vermutlich verbaust du nur Gas und Öl Heizungen, die verzeihen sehr viele planungs und Ausführungsfehler Fehler des Heizungsbauer. Eine Wärmepumpe aber Rächt sich wenn die Vorlauftemperatur um ein paar Grad Höher ist als die berechnete, da kann deinen Ausweis gleich in die Tonne kloppen..

Und warum soll die Bausubstanz nicht für das heizverhalten mit verantwortlich sein?
Das wollte ich eigentlich damit ausdrücken, die meisten Ausweise bilden nicht die Realität ab
Mit verantwortlich ja, sicherlich, nutzt aber alles nichts wenn die Bewohner sich nicht entsprechend verhalten!
Öl-Heizungen verbauen wir nicht mehr.........
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Alt 16-05-2019, 07:44   #17
Stolle1989
 
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Ich mag meinen Öldampfer (werde auch dabei bleiben) und wenn die 8000l voll sind habe ich ein paar Jahre Ruhe und Unabhängigkeit, zumindest in diesem Fall.
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Geändert von Stolle1989 (16-05-2019 um 09:26 Uhr)
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Alt 16-05-2019, 10:00   #18
MK_WF
 
Registriert seit: Jul 2015
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Wir sind 2009 eingezogen (EFH Neubau, Gasbrennwert-Heizung).
Für 137 m2 kommt der gerechnete Energieausweis mit 90.2 kWh pro Jahr und m2 auf ca. 12.300 kWh/a.
Der tatsächliche Verbrauch liegt seit 10 Jahren jeweils um die 10.000 kWh/a. Haut also bei uns ganz gut hin mit der Berechnung.
__________________
Ciao
Martin
MK_WF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-05-2019, 11:16   #19
fermoyracer
 
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Zitat:
Zitat von MK_WF Beitrag anzeigen
Wir sind 2009 eingezogen (EFH Neubau, Gasbrennwert-Heizung).
Für 137 m2 kommt der gerechnete Energieausweis mit 90.2 kWh pro Jahr und m2 auf ca. 12.300 kWh/a.
Der tatsächliche Verbrauch liegt seit 10 Jahren jeweils um die 10.000 kWh/a. Haut also bei uns ganz gut hin mit der Berechnung.

Theorie:
Unser Haus soll gemäß Ausweis 266,15 kwh(qm • a) benötigen. Das "a" nehme ich mal als Anzahl der reellen qm an Wohn-, Nutzfläche an, ohne es aber zu wissen und nachgeschlagen zu haben. Somit müssten wir für 220qm Wohn-, Nutzfläche zu je 266,15 kwh = 58.553 kwh verbrauchen.

--> Weiß jemand, ob ich da mit dem "a" korrekt vermute?

Praxis:
Über die letzten Jahre haben wir zwischen 29.620 kwh und 32.700 kwh (im Schnitt geschätzt 31.000 kwh) pro Jahr benötigt. Hierin sind die Kosten für Warmwasser-Zubereitung enthalten, die ich mal auf 20% schätze (genauer könnte ich nachschlagen, bin aber gerade zu faul dafür). Damit liegt unser Ist-Wert bei ca. 24.800 kwh. Oder in qm ausgedrückt wären das 112,73 kwh/qm


Damit:
Energieausweis: 266,16 kwh/qm (Einstufung in der Theorie = "H")
Praxis: 112,73 kwh/qm (Einstufung in der Praxis = "D").


Verbesserungen vornehmen?
Vor rd. 16 Jahren hatten wir begonnen, umfangreich zu modernisieren (Fenster, Dach, etc.) und auch eine zusätzliche Fassadendämmung in Betracht gezogen. Für damals rd. 20.000 Euro zusätzlich zur Fassadenstreichung hätten wir ca. 10% Energieeinsparungen realisieren können, damit also ca. 2.480 kwh pro Jahr weniger an Gasrechnung. Der Gaspreis, den wir in den dann rd. 16 Jahren hätten sparen können, hätte bei ca. 200 Euro pro Jahr und damit 16 • 200 Euro gelegen = 3.200 Euro. Damals hatten wir überlegt, daß ich statistisch "nur" 85 Jahre leben würde (meine Frau länger). Entweder hätten wir meine Lebenserwartung um ca. 160 Jahre erhöhen oder die Kosten für die Fassadendämmung von 20.000 Euro auf 9.000 Euro senken müssen. Unrealistisch erschien uns beides zu sein zumal wir damals damit rechneten, daß künftig ggf. noch Solarenergie hinzukommen könnte oder so was in der Art. Natürlich könnte die Regierung und der Markt die Gaspreise nochmals dramatisch verteuern. Aber auch dann hätte sich die Fassadendämmung nicht gelohnt. Von den heute bekannten Problemen mit nachträglicher Isolierung mal ganz abgesehen war es also so dumm nicht, auf ne Fassadendämmung zu verzichten.


Fazit:
Wir sparen nicht an der Heizung und liegen beim Verbrauch in der Praxis im Mittelfeld gemäß Energieausweisskala. Laut Ausweis lägen wir zwar nicht im Mittelfeld, sondern in der schlechtesten Kategorie. Aber genau das ist ja das Problem der Theoretiker. Damit erscheint uns der Ausweis eher viel zu praxisfremd angelegt zu sein. Daher hätte ich auch mehr Sinn in einem Verbrauchsausweis gesehen oder einer Kombination aus beiden Verfahren.



fr
fermoyracer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-05-2019, 11:22   #20
Stolle1989
 
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Ort: Braunschweig
a bedeutet anno, ergo pro Jahr.

Und zum Rest den du schreibst, fast genau so ist auch meine Denkweise bzw Erfahrung.


Viele Leute haben zur Zeit der Dämmungsförderung sich natürlich auch von Leuten beraten lassen, die Ihnen auch direkt so einen Scheiß wie Styropor oder Ähnliches an die Fassade kleben können. Klar diese Leute wollen verkaufen und so wird immer empfohlen es zu tun. Wenn dann nach 10 15 Jahren das ganze Mauerwerk rott ist wird es schwer den Kollegen zu verklagen. Davon ab, selbst wenn jemand den Schaden decken würde, diesen Zustand will man nie haben.
Oder eben von innen Steinwolle und was weiß ich vor die Mauer stellen und anschließend alles sauber verputzen, den Schaden bemerkt man erst wenn es stinkt oder jemand krank wird. Hier wird ja oft vergessen das sich der Taupunkt der Wand verschiebt und man ggf Kondensnester baut.

Alles in allem je nach Bauweise eine enorm komplexe Geschichte, die gut durchdacht sein sollte. Meistens zahlt man nur für das "wärmere Klima" und eine reelle Ersparnis bleibt aus.

richtig wäre es hier bzgl nachträglicher Dämmung unabhängige Gutachter, ggf 2 oder 3 Stück zu beauftragen, die nichts mit Firmen die diese Arbeiten durchführen zu tun haben.
Dann bekommt man schon eher eine neutrale Meinung und bei sehr sehr vielen Häusern hätte man davon abgeraten.

Und davon ab, wie Robert schon sagt, auf lange Zeit spart man oft gar nicht sondern legt drauf.
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Geändert von Stolle1989 (16-05-2019 um 11:32 Uhr)
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Alt 16-05-2019, 13:17   #21
Mythos
 
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Ort: 52525 Heinsberg NRW
vor allem darf die nächste Generation den Styropor und das zusammengeklebte Mischmasch entsorgen ....

Ich will auch gar nicht wissen wieviel CO2 und Feinstaub die LKW auf den Straßen abgeben die den ganzen Styropor (Luft) in Ihrem LKW von Süd nach Nord hin und her transportieren ausstoßen... ob sich das lohnt, was man dann vermeidlich mit der Heizung einsparen soll??
Der Vorteil ist, es schafft Arbeitsplätze
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Alt 16-05-2019, 13:28   #22
Stolle1989
 
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Und der Staat verdient, schließlich ist Styropor seit nicht all zu langer Zeit Sondermüll. Da darfste dann nochmal schön extra blechen wenn du deine aufgequollene Fassade entsorgen willst.
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Alt 24-05-2019, 15:58   #23
kaulebeen
 
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Ort: Am Rande der Sächsischen Schweiz & VTR 1000F & Kawa Z250 Twin
Hier im Ort sanieren sie gerade die Fassaden von Häusern, die um die Jahrtausendwende gebaut, also max 25 Jahre alt sind.
Als Kind hab ich im ältesten Haus des Dorfes gewohnt, Fachwerkhaus, Wände aus Lehm und Stroh, über 300 Jahre alt. das kannst du alles notfalls auf den Kompost schmeißen
Sogar im Sommer hat meine Mutter manchmal den Herd geheizt in der Küche, weil ihr bei der Heimarbeit kalt war. Sie hat zu der Zeit für die Kunstblume Sebnitz "geblümelt". Nebenbei konnte da natürlich auch das Essen drauf gekocht werden.
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Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
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kaulebeen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-05-2019, 17:15   #24
Stolle1989
 
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Ort: Braunschweig
Zitat:
Zitat von kaulebeen Beitrag anzeigen
Hier im Ort sanieren sie gerade die Fassaden von Häusern, die um die Jahrtausendwende gebaut, also max 25 Jahre alt sind.
Als Kind hab ich im ältesten Haus des Dorfes gewohnt, Fachwerkhaus, Wände aus Lehm und Stroh, über 300 Jahre alt. das kannst du alles notfalls auf den Kompost schmeißen
Sogar im Sommer hat meine Mutter manchmal den Herd geheizt in der Küche, weil ihr bei der Heimarbeit kalt war. Sie hat zu der Zeit für die Kunstblume Sebnitz "geblümelt". Nebenbei konnte da natürlich auch das Essen drauf gekocht werden.
So ist es und was haben die Leute zu Hauf gemacht, schöne Häuser im Dämmungswahn verschandelt.
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Alt 24-05-2019, 17:32   #25
relax_baby
 
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@kaulebeen

den Moderingen Duft hast bei 300 Jahre alten Fachwerkhäuser inklusive.. Und wenn nach 20 jahren was anderes als Farbe nötig ist würde damals einfach gepfuscht.
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Wenn Gott will das ich ins Grass beisse, dann doch bitte beim dem was mir Spass macht!

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