JP1
11-12-2001, 21:48
Hy an Alle,
Red Bull verleiht Flügel !!! :D :D :D
Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an eine
Versicherungsgesellschaft gerichtet und beschreibt die Folgen
einer unüberlegten Handlung:
In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes
mitteilen:
Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich "ungeplantes Handeln" als Ursache meines Unfalls
angegeben. Sie baten mich, dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.
Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich
allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit
meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250kg Ziegel übrig. Da
ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich
mich dafür, sie in einer Tonne an der Aussenseite des Gebäudes
hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine
Rolle lief.
Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach
und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das
Seil los. Ich hielt es fest, um die 250kg Ziegel langsam
herunterzulassen. Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht-
Formulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges
Körpergewicht etwa 75kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als
ich plötzlich den Boden unter den Füssen verlor und aufwärts
gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergass, das
Seil loszulassen.
Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer
grösserer Geschwindigkeit am Gebäude hinauf gezogen wurde. Etwa
im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben
kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene
Schlüsselbein.
Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und
hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen
Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise
behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des
Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne
etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Boden
sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die
Tonne nun etwa 25kg.
Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11
angegebenes Körpergewicht von 75kg. Wie Sie sich vorstellen
können, begann ich nun einen schnellen Abstieg.
In der Höhe des dritten Stockes traf ich wieder auf die von unten
kommende Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen
Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem
Unterleib. Der Zusammenstoss mit der Tonne verzögerte meinen
Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem
Ziegelhaufen gering ausfielen und so brach ich mir nur drei
Wirbel.
Ich bedaure es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als
ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs
Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor!
Ich liess das Seil los ..."
Gruß JP, the Roofer
Red Bull verleiht Flügel !!! :D :D :D
Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an eine
Versicherungsgesellschaft gerichtet und beschreibt die Folgen
einer unüberlegten Handlung:
In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes
mitteilen:
Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich "ungeplantes Handeln" als Ursache meines Unfalls
angegeben. Sie baten mich, dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.
Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich
allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit
meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250kg Ziegel übrig. Da
ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich
mich dafür, sie in einer Tonne an der Aussenseite des Gebäudes
hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine
Rolle lief.
Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach
und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das
Seil los. Ich hielt es fest, um die 250kg Ziegel langsam
herunterzulassen. Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht-
Formulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges
Körpergewicht etwa 75kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als
ich plötzlich den Boden unter den Füssen verlor und aufwärts
gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergass, das
Seil loszulassen.
Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer
grösserer Geschwindigkeit am Gebäude hinauf gezogen wurde. Etwa
im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben
kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene
Schlüsselbein.
Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und
hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen
Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise
behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des
Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne
etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Boden
sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die
Tonne nun etwa 25kg.
Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11
angegebenes Körpergewicht von 75kg. Wie Sie sich vorstellen
können, begann ich nun einen schnellen Abstieg.
In der Höhe des dritten Stockes traf ich wieder auf die von unten
kommende Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen
Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem
Unterleib. Der Zusammenstoss mit der Tonne verzögerte meinen
Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem
Ziegelhaufen gering ausfielen und so brach ich mir nur drei
Wirbel.
Ich bedaure es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als
ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs
Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor!
Ich liess das Seil los ..."
Gruß JP, the Roofer